Schifffahrt: Seemannsgarn & Tatsachen
24. August 2024 Interessant 0 Kommentare Besucher: 877

Schifffahrt: Seemannsgarn & Tatsachen

Christian Klumpp Christian Klumpp

Mythen und Fakten begleiten die Seefahrt seit eh und je. Kreuzfahrer sind davon nicht ausgenommen. Wir haben uns einmal die am weit verbreitetsten Irrtümer und Fakten der Seefahrt angesehen.

Das Bermuda-Dreieck - der Teufel der Seefahrer
Das berühmt-berüchtigte Seegebiet im westlichen Atlantik hat durch das mysteriöse Verschwinden zahlreicher Flugzeuge und Schiffe zweifelhaften Ruhm erlangt. Doch obwohl es oft angenommen wird – das Gebiet zwischen Miami, Puerto Rico und den Bermudas wird nicht umschifft.
Fazit: Mythos

 

Eheschließungen durch den Kapitän
In Wirklichkeit sind solche romantischen Zeremonien an Bord aber eher selten. Denn nur wenn auch ein Standesbeamter auf dem Kreuzfahrtschiff ist, können sich die Eheleute das Ja-Wort geben – autorisiert durch den Vertreter des Staates, nicht durch den Kapitän. Ausnahmen bestätigen aber natürlich die Regel.
Fazit: Mythos

 

Kein Deck 13 auf einem Kreuzfahrtschiff
Viele Kreuzfahrtgesellschaften verzichten aus Aberglauben oder Tradition auf die Nummer 13 bei der Benennung der Decks, ebenso wie Fluggesellschaften auf die Reihe 13 im Flieger. Stattdessen wird die Nummerierung übersprungen und das Deck, das normalerweise als Deck 13 bezeichnet werden würde, wird direkt als Deck 14 bezeichnet.
Letztendlich hat es jedoch keinen Einfluss auf die streng überwachte Sicherheit oder den Komfort der Passagiere, ob es ein Deck 13 gibt oder nicht.
Fazit: Fakt

 

Kühlraum für verstorbene Passagiere
Auf Kreuzfahrtschiffen gibt es in der Regel spezielle Einrichtungen, um Verstorbene an Bord aufzubewahren.
Meist handelt es sich dabei um einen extra Kühlraum, der speziell dafür ausgelegt ist, die Verstorbenen bis zur Überführung an Land aufzubewahren.
Der Raum wird von einem eigens geschulten Team betreut, das sich um die Überführung des Verstorbenen kümmert und dabei eng mit den Angehörigen und den Behörden an Land zusammenarbeitet. Dieser Service ist ein wichtiger Bestandteil der Notfallplanung auf Kreuzfahrtschiffen und sorgt dafür, dass die Angehörigen in einer schwierigen Situation bestmöglich unterstützt werden.
Fazit: Fakt

 

Frauen und Kinder werden zuerst gerettet
In einer Notsituation müssen alle Passagiere gleichzeitig gerettet werden, unabhängig von ihrem Geschlecht oder Alter. Die Crewmitglieder sind speziell geschult, um in Notsituationen schnell und professionell zu handeln und die Sicherheit aller Passagiere zu gewährleisten.
Fazit: Mythos

 

Kapitän geht als Letzter von Bord
Der Kapitän eines Kreuzfahrtschiffes ist verantwortlich für die Sicherheit aller Passagiere und Crewmitglieder an Bord. In einer Notsituation ist es seine Aufgabe, dafür zu sorgen, dass alle Passagiere evakuiert werden und das Schiff sicher verlassen können.
Um sicherzustellen, dass alle Passagiere sicher von Bord gebracht werden können, bleibt der Kapitän normalerweise bis zum Schluss an Bord. Er überwacht die Evakuierung und stellt sicher, dass alle Passagiere und Crewmitglieder das Schiff verlassen haben, bevor er selbst das Schiff verlässt.
Fazit: Fakt

 

Montags solle man nicht auslaufen
Seit Urzeiten hatte auf dem Meer gegolten, dass Montag ein unglücklicher Tag ist und dass man am Montag besser nicht lossegeln sollte. Auch gegenwärtige Segler halten an diesem Brauch fest. Wissen Sie warum? In ferner Vergangenheit zahlte man am Montag aus, und zwar buchstäblich. Verstoße aus der vorigen Woche ahndete der Bootsmann und sein Helfer mit einer Knute in der Hand.
In einigen Gebieten gilt als Pechtag der Freitag. Am Freitag kann man fahren, nur nicht eine neue Fahrt beginnen.
Fazit: Mythos

 

Pfeifen ist auf dem Schiff verboten
Auf einem Schiff ist auch das Pfeifen verboten. Weil derjenige, der pfeift, den Wind allein anzweifelt und provoziert. Und dieser rächt sich bald mit einem Wirbelsturm oder Gewitter. Nur die Bootspfeife kriegt eine Ausnahme. Ein Hufeisen auf dem Mast sollte aber ein Gewitter zuverlässig vertreiben.
Fazit: Mythos

 

Das Matrosenparadies
Das Leben auf einem Schiff war ziemlich hart und deshalb war es schwer, die Männer zu einem Dienst zu motivieren. Daher ist ein Ammenmärchen entstanden, dass für die Matrosen, die auf dem Meer ums Leben kommen, ein Platz in dem echten Matrosenparadies reserviert ist. Das Paradies solle aus einer grünen Wiese ( KEIN WASSER ), schöner Musik, Bar-Mädchen, leicht bekleidete Tänzerinnen und ganz viel Liebe bestehen.
Fazit: Mythos

 

Seemänner trugen alle Ohrringe
Warum die alten Seebären Ohrringe trugen? Sie glaubten, es bringt ihnen bessere Sehkraft und meinten, dank der Druckpunkte auf dem Ohr sei die eventuelle Seekrankheit milder. Und außerdem garantierte ein goldener Ohrring eine anständige Beerdigung. Einfach darum, dass wenn die Leiche an Land gespült wurde, konnte der Ohrring die Bestattungskosten decken.
Fazit: Fakt

 

Bild: FREEPIK

Kommentar hinterlassen

Antworten an:

Nachname, E-Mail und Telefonnummer werden nicht veröffentlicht.