Aida Cruises und „Mein Schiff“: Schluss mit der wilden Sonnenliegen-Handtuch-Blockade durch Reisende.

Aida Cruises und „Mein Schiff“: Schluss mit der wilden Sonnenliegen-Handtuch-Blockade durch Reisende.

Christian Klumpp

Christian Klumpp

Die Deutschen und ihre Tugenden. Für viele ein Greuel: Die Rede ist von „Handtuchtouristen“. Immer wieder gab es in der Vergangenheit mitunter heftige Streitigkeiten zwischen den Urlaubern. 

Urlauber, die früh morgens, fast noch in der Nacht, an den Pool sprinten, um ihre Liegen für den Morgen zu reservieren – jeder kennt sie. Immer wieder ärgerten sich Aida-Reisende über diese Art der Gäste in verschiedenen Foren. 

Redereien müssen nun mit Klagen rechnen 

Warum: Am 20. Dezember 2023 entschied das Amtsgericht Hannover, dass eine Pauschalreise durchaus mangelhaft sein kann, wenn der Reiseveranstalter zu wenig Pool-Liegen bietet. Sollte er zudem nicht einschreiten, wenn andere Urlauber die Liegen mit einem Handtuch über längere Zeit reservieren, ohne sie tatsächlich zu nutzen, ist er schadensersatzpflichtig.

Ein Gast hatte geklagt und gewonnen. Ihm wurde ein Betrag von 322,77 Euro zugesprochen. 

Sollte sich dies rumsprechen, könnten Reedereien in Masse großzügig zur Kasse gebeten werden. 

Nachteil für alle: Womöglich würde die Kreuzfahrtindustrie die Preise für Pauschalreisen erheblich anziehen (müssen). 

AIDA Cruises reagiert und führt “Pool-Handtuchkarte” ein 

Aida hat bereits reagiert und eine sogenannte „Pool-Handtuchkarte“ eingeführt. Damit soll Liegenreservierern ein Strich durch die Rechnung gemacht werden. Die Verantwortlichen der „Mein Schiff“- Flotte wollen ebenfalls eine Lösung für ihre Reisenden anbieten, wie genau diese aussehen wird, bleibt noch abzuwarten.

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